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Literatur / Thomas Bernhard Schwerpunkt

Mittwoch, 31.07.2019 / 19:30
€ 39.00 - € 29.00

Klaus Maria Brandauer und Hermann Beil

"Einfach kompliziert"

Besetzungsänderung:

Klaus Maria Brandauer übernimmt bei der Lesung „Einfach kompliziert“ am 31.7. die Rolle von Claus Peymann, der aus gesundheitlichen Gründen verhindert ist.

Hermann Beil, ehemaliger Ko-Direktor des Wiener Burgtheaters und Chefdramaturg in der Ära Peymann, wird dankenswerterweise an der Diskussion am 1.8. statt Claus Peymann teilnehmen.

Programm:

Lesung mit: Klaus Maria Brandauer und Hermann Beil

Der Dichter und sein Verleger - Thomas Bernhard und Siegfried Unseld in ihren Briefen

Info:

Thomas Bernhard schreibt im Oktober 1961 seinen ersten Brief an den großen Verleger Siegfried Unseld, in der Hoffnung mit dem Suhrkamp Verlag in Verbindung treten zu können. Im November 1988 schreibt er seinen letzten Brief, um die langjährige und höchst erfolgreiche Verbindung zu beenden.

Der Briefwechsel des Dichters mit seinem Verleger ist ein großes Drama, dessen Spannung und Wahrhaftigkeit in der Offenheit liegt. Dichter und Verleger schenken einander nichts im Wechselspiel der Argumente.

Komödie und Trauerspiel, Groteske und Idylle, Enthusiasmus und Bitterkeit sprechen aus über 500 Briefen, aus welchen Hermann Beil eine Auswahl traf, die den Briefwechsel als wahre Comédie humaine offenbaren.

KLAUS MARIA BRANDAUER ist seit Anfang der siebziger Jahre einer der gefragtesten Schauspieler auf deutschsprachigen Bühnen. Zu seinen wichtigsten Rollen zählen Shakespeares Romeo, Schillers Fiesco, Büchners Leonce und der Prinz in Lessings Emilia Galotti, welchen er in der legendären Inszenierung von Fritz Kortner spielte. Seit 1972 gehört er dem Wiener Burgtheater an – dessen Ehrenmitglied er heute ist – und wo er als Don Carlos, als Ferdinand, als Tartuffe, über hundert Mal als Hamlet und als Lessings Nathan der Weise aufgetreten ist.

Im Jahr 2007 spielte Klaus Maria Brandauer den Wallenstein in der zehnstündigen Inszenierung von Peter Stein am Berliner Ensemble. Mit Sophokles „Ödipus auf Kolonos“ kehrte er im Sommer 2010 zu den Salzburger Festspielen zurück, wo er von 1983 bis 1989 den Jedermann gespielt hatte. Zusammen mit Peter Stein erarbeitete er ebenfalls den Dorfrichter Adam in Heinrich von Kleists „Der zerbrochne Krug“, den Krapp in „Das letzte Band“ von Samuel Beckett, sowie Shakespeares „König Lear“, der noch immer am Wiener Burgtheater zu sehen ist.

Neben seiner schauspielerischen Arbeit führt Klaus Maria Brandauer regelmäßig Regie. In den letzten Jahren inszenierte er Esther Vilars „Speer“ in Berlin und London, „Hamlet“ am Wiener Burgtheater, Richard Wagners „Lohengrin“ an der Oper Köln und Bertolt Brechts „Die Dreigroschenoper“ im Berliner Admiralspalast. 
Klaus Maria Brandauer gehört zu den wenigen deutschsprachigen Schauspielern, die weltweite Anerkennung gefunden haben. 1970 gab er in der Hollywood-Produktion „The Salzburg Connection“ sein Filmdebüt. Im Laufe der Jahre folgten der James Bond-Streifen „Never Say Never Again“, „Out Of Africa“, „White Fang“, „Streets Of Gold“, „Rembrandt“, „Introducing Dorothy“, sowie „Tetro“ in der Regie von Francis Ford Coppola. Mit seinem Freund István Szabó schuf er die Filmtrilogie „Oberst Redl“–„Mephisto“-„Hanussen“. Als Regisseur verfilmte er „Georg Elser – Einer aus Deutschland“ und „Mario und der Zauberer“ von Thomas Mann.

Klaus Maria Brandauers Wirken wurde vielfach gewürdigt und ausgezeichnet. Dazu zählen die Ehrenbürgerschaft seiner Geburtsstadt Altaussee und die Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv. Er wurde u.a. mit dem Bambi, dem Nestroy-Theaterpreis für sein Lebenswerk, dem Stanislawski-Preis, dem Friedenspreis des deutschen Films – Die Brücke, dem Ehrenring des Landes Steiermark und dem Ehrenring des Burgtheaters ausgezeichnet.

 

HERMANN BEIL,
geboren in Wien am 9. August 1941, Studium der Literaturwissenschaft, Geschichte und Musik in Mainz. 1965 Theaterbeginn als Dramaturgie Assistent für Schauspiel und Oper an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main bei Harry Buckwitz; weitere Stationen als Dramaturg in Basel (1968-1974), Stuttgart (1974-1979) und Bochum (1979-1986).

Dreizehn Jahre Arbeit am Wiener Burgtheater und somit an der „Weltkomödie Österreich“ (1986-1999). Auch Mitarbeit bei den Salzburger Festspielen in der Direktion Gerard Mortier/Peter Stein.

Seit 1999 am Berliner Ensemble. Mitglied des musikalischen Merlin Ensembles Wien. Gelegentlich Regisseur, Rezitator und Zuckerbäcker. (Initiierte das Tübinger Tortenfest am Tübinger Zimmertheater.) 1995 erhielt er zusammen mit Claus Peymann den Berliner Theaterpreis, 1996 den Deutschen Kritikerpreis.

Hermann Beil lebt z. Z. in Berlin und Tübingen. Inszenierte zuletzt am Staatstheater Karlsruhe George Taboris Theaterstück „Die Goldberg-Variationen“. Thomas Bernhard widmete 1987 Beil das Dramolett „Claus Peymann und Hermann Beil auf der Sulzwiese“, von Norbert Beilharz mit Peymann und Beil für den SDR aufgezeichnet. Péter Esterházy schrieb für Hermann Beil das Dramolett „Affolter, Meyer, Beil (Don Juan oder Die glückliche Familie)“, uraufgeführt im Großen Saal des Mozarteums, Salzburg 2006. Zusammen mit Claus Peymann spielte Beil bei den Wiener Festwochen 2006 Thomas Bernhards drei Dramolette „Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen“, eine Aufführung, die am 30. September 2006 am BE ihre Berliner Premiere hatte. Hermann Beils Buch „Theaternarren leben länger“, herausgegeben im Paul Zsolnay Verlag Wien, wird in einer erweiterten 3. Auflage Herbst 2007 erneut erscheinen.

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