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Literatur / Thomas Bernhard Schwerpunkt

Donnerstag, 01.08.2019 / 20:00
€ 20.00

Thomas Bernhard

“Ein negativer Nationaldichter?“

Programm:

Diskussion
Hermann Beil
Sepp Schellhorn
David Schalko
Krista Fleischmann

Moderation: Martin Traxl

Thomas Bernhard – zu Lebzeiten verrissen, verdammt, verteufelt, aber auch bestaunt, bewundert und bejubelt – ist in diesem Widerspruch auch 30 Jahre nach seinem Tod existent. Auf der ganzen Welt gelesen und gespielt, scheidet er in Österreich noch immer die Geister. Für die einen ist er der Nestbeschmutzer, für die anderen ein wahrer Nationaldichter, der gerade heute fehlt. Thomas Bernhard liebt Österreich – „ein so schönes Land“ – und hasst den Staat in all seinen negativen Erscheinungen.

Über Thomas Bernhard sprechen:
Hermann Beil, David Schalko, Sepp Schellhorn, Krista Fleischmann

Moderation: Martin Traxl

Info:

HERMANN BEIL, geboren 1941 in Wien – Studium an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und am Peter-Cornelius-Konservatorium Mainz – arbeitet seit 1963 als Dramaturg am Theater: in Frankfurt am Main, Basel, Stuttgart, Bochum, von 1986 -1999 am Burgtheater Wien, bei den Salzburger Festspielen, am Zimmertheater Tübingen, von 1999-2017 am Berliner Ensemble. Seit 2014 ist er ehrenamtlicher Berater des Burgtheaters. Von 2009-2016 war er Präsident der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, seit 2016 ist er deren Ehrenpräsident. Zusammen mit Claus Peymann erhielt er 1995 den Berliner Theaterpreis, 1996 als erster Dramaturg den Deutschen Kritikerpreis und 2011 den Bochumer Theaterpreis. Seit Jahren gastiert Hermann Beil als Regisseur und Rezitator im In- und Ausland, er ist Mitglied des Wiener Merlin Ensembles. Thomas Bernhard und Péter Esterházy widmeten ihm Dramolette. Zusammen mit Claus Peymann spielt er Thomas Bernhards drei Dramolette „Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen“. Sein Buch „Theaternarren leben länger“ ist im Paul Zsolnay Verlag Wien erschienen. 2016 wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen. Für die Festspiele Reichenau an der Rax hat er Stücke von Arthur Schnitzler, Thomas Bernhard, Hugo von Hofmannsthal, Goethe, Tolstoi und Heimito von Doderer inszeniert; Juli 2019 Premiere mit Iwan Turgenjews Komödie „Ein Monat auf dem Lande“.

 

DAVID SCHALKO, Regisseur und Autor, wurde 1973 geboren.
Bekannt wurde er in Österreich mit der "Sendung ohne Namen", die ab 2002 ein völlig neues Genre im Fernsehen begründete. Es folgten zahlreiche preisgekrönte Formate im Rahmen der ORF Donnerstag Nacht.

Zu seinen wichtigsten fiktionalen Filmarbeiten zählen Aufschneider mit Josef Hader, die Mockumentary Das Wunder von Wien, der Kinofilm Wie man leben soll nach einem Roman von Thomas Glavinic und die international preisgekrönte Mini-Serie Braunschlag, die in Österreich zur erfolgreichsten Serie seit 20 Jahren avancierte und u.a. mit dem „Spezialpreis der Jury“  bei der Romy Verleihung 2013 ausgezeichnet wurde.

Seine Mini-Serie Altes Geld („Die beste Serie seit Helmut Dietl“, Welt am Sonntag) erregte hohe internationale Aufmerksamkeit und wurde im Herbst 2015 erstmals ausgestrahlt. Altes Geld wurde bei der Cologne Conference 2015 prämiert sowie auch im Rahmen des 13. Sichuan TV-Festivals in Chengdu im selben Jahr.

2016 drehte er den ORF Landkrimi Höhenstrasse, der 2017 mit dem Deutschen Fernsehkrimipreis ausgezeichnet wurde.

Die mehrteilige Fernseh-Adaption von Fritz Langs Filmklassiker M – Eine Stadt sucht einen Mörder aus dem Jahr 1931 drehte er Anfang 2018 und zeichnete dabei für das Drehbuch (gemeinsam mit Evi Romen) und Regie verantwortlich.

Als Romanautor verfasste er zwei Romane im Czernin Verlag: „Frühstück in Helsinki“ (2006) und „Weisse Nacht“ (2009) sowie den Erzählband „Wir lassen uns gehen“ (2007). 2013 erschien sein Roman „Knoi“ im Jung und Jung Verlag.

Im April 2018 erschien sein aktueller Roman „Schwere Knochen“ bei Kiepenheuer & Witsch.

 

SEPP SCHELLHORN, Jahrgang 1967 ist seit 2014 NEOS Abgeordneter zum Nationalrat und Sprecher für Finanzen, Wirtschaft & Industrie, Tourismus, Kunst & Kultur und Energie Weiters ist er in seiner Heimat als Hotelier („Der Seehof“ in Goldegg) und Gastronom tätig (u.a. Restaurant M32 in Salzburg).

Er engagiert sich mit großer Leidenschaft im Kulturbereich und hier insbesondere im Bereich der Literatur. Mit dem „Sepp-Schellhorn-Stipendium“ werden seit 2011 4 mal jährlich „Artist in Residence-Stipendien“ an Autoren und Künstler vergeben. Zudem ist Schellhorn ein großer Bewunderer Thomas Bernhards und rief 2012 die alljährliche, mehrtägige Veranstaltung „Verstörungen – Ein Fest für Thomas Bernhard" ins Leben.

 

MARTIN TRAXL, Journalist, Autor, Regisseur, Moderator, seit 2007 ORF-Kulturchef im Fernsehen, Gründer und Leiter zahlreicher Radio- und TV-Formate wie Leporello, Balkan Express, Songbook, Kulturmontag, Der Geschmack Europas usw. Texte zu Kunst, Musik, Kulinarik und Literatur in verschiedenen Publikationen.

 

Dr. KRISTA FLEISCHMANN, geboren 1942 in Graz, Studium Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaften an der Universität Wien. Von 1971 bis 2OO2  Kulturredaktion Fernsehen ORF , Leiterin Ressort Literatur und Dokumentationen, Gestaltung ,Präsentation und Verantwortung für diverse Magazine.Für ihre Gespräche und Porträts mit Persönlichkeiten im In-und Ausland u.a. H.C.Artmann, Heinrich Böll,Günter Grass,Ernst Jandl ,  Günther Domenig, Walter Pichler hat sie zahlreiche Preise und Anerkennungen bekommen.Internationale Aufmerksamkeit erhielten ihre Fernsehdokumentationen über Thomas Bernhard. 1981 “Monologe auf Mallorca” und 1985 “Die Ursache bin ich selbst”. Die  Filme sowie die Gespräche in chronologischer -und aus dramaturgischen oder zeitlichen Gründen- nicht gesendeter Texte sind im Suhrkamp Verlag erschienen.

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