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Literatur / Thomas Bernhard Schwerpunkt

Mittwoch, 31.07.2019 / 19:30
€ 29.00 - € 39.00

Claus Peymann und Hermann Beil

"Einfach kompliziert"

Programm:

Lesung mit: Claus Peymann und Hermann Beil

Der Dichter und sein Verleger - Thomas Bernhard und Siegfried Unseld in ihren Briefen

Info:

Thomas Bernhard schreibt im Oktober 1961 seinen ersten Brief an den großen Verleger Siegfried Unseld, in der Hoffnung mit dem Suhrkamp Verlag in Verbindung treten zu können. Im November 1988 schreibt er seinen letzten Brief, um die langjährige und höchst erfolgreiche Verbindung zu beenden.

Der Briefwechsel des Dichters mit seinem Verleger ist ein großes Drama, dessen Spannung und Wahrhaftigkeit in der Offenheit liegt. Dichter und Verleger schenken einander nichts im Wechselspiel der Argumente.

Komödie und Trauerspiel, Groteske und Idylle, Enthusiasmus und Bitterkeit sprechen aus über 500 Briefen, aus welchen Hermann Beil eine Auswahl traf, die den Briefwechsel als wahre Comédie humaine offenbaren.

CLAUS PEYMANN, Regisseur und Theaterdirektor, 1937 in Bremen geboren.

Erste Inszenierungen an der Studiobühne der Universität Hamburg, darunter Brechts „Antigone des Sophokles“. 1966 spektakuläre Uraufführung der „Publikumsbeschimpfung“ von Peter Handke in Frankfurt am Main am TAT(Theater am Turm). 1970 zusammen mit Peter Stein und Dieter Sturm Neugründung der Berliner Schaubühne. Gastinszenierungen an großen Bühnen und an den Salzburger Festspielen. 1974-1979 Schauspieldirektor des Stuttgarter Staatstheaters, 1979-1986 Direktor des Schauspielhauses Bochum, 1986-1999 Direktor des Burgtheaters, dessen Ehrenmitglied er ist. Von 1999-2017 Intendant des Berliner Ensembles. Claus Peymanns Inszenierungen gastierten sehr oft beim Berliner Theatertreffen und wurden zu Gastspielen auf der ganzen Welt eingeladen. Er inszenierte Klassiker (Kleist, Goethe, Lessing, Shakespeare, Brecht) und immer wieder neue Stücke, bisher 46 Uraufführungen. 13 Uraufführungen von Thomas Bernhard, darunter 1988 „Heldenplatz“, der größte Theaterskandal der letzten Jahrzehnte. Von Peter Handke inszenierte er 11 Uraufführungen, er inszenierte Peter Turrini-,Elfriede Jelinek-,Christoph Ransmayr-Uraufführungen. Zusammen mit Hermann Beil erhielt er den Berliner Theaterpreis, er wurde mit dem Lessing-Preis und mit einem NESTROY für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Sein von Jutta Ferbers im Berliner Alexander Verlag herausgegebenes Buch MORD UND TOTSCHLAG, erschien in 3. Auflage. Zusammen mit Maria Happel und Hermann Beil spielt er Thomas Bernhards Dramolette CLAUS PEYMANN KAUFT SICH EINE HOSE UND GEHT MIT MIR ESSEN. Seit zwei Jahren viele Auftritte als Bernhard-Rezitator. Am Burgtheater inszeniert Claus Peymann in der Spielzeit 2018/19 Eugene Ionescos Farce „Die Stühle“. 

 

HERMANN BEIL,
geboren in Wien am 9. August 1941, Studium der Literaturwissenschaft, Geschichte und Musik in Mainz. 1965 Theaterbeginn als Dramaturgie Assistent für Schauspiel und Oper an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main bei Harry Buckwitz; weitere Stationen als Dramaturg in Basel (1968-1974), Stuttgart (1974-1979) und Bochum (1979-1986).

Dreizehn Jahre Arbeit am Wiener Burgtheater und somit an der „Weltkomödie Österreich“ (1986-1999). Auch Mitarbeit bei den Salzburger Festspielen in der Direktion Gerard Mortier/Peter Stein.

Seit 1999 am Berliner Ensemble. Mitglied des musikalischen Merlin Ensembles Wien. Gelegentlich Regisseur, Rezitator und Zuckerbäcker. (Initiierte das Tübinger Tortenfest am Tübinger Zimmertheater.) 1995 erhielt er zusammen mit Claus Peymann den Berliner Theaterpreis, 1996 den Deutschen Kritikerpreis.

Hermann Beil lebt z. Z. in Berlin und Tübingen. Inszenierte zuletzt am Staatstheater Karlsruhe George Taboris Theaterstück „Die Goldberg-Variationen“. Thomas Bernhard widmete 1987 Beil das Dramolett „Claus Peymann und Hermann Beil auf der Sulzwiese“, von Norbert Beilharz mit Peymann und Beil für den SDR aufgezeichnet. Péter Esterházy schrieb für Hermann Beil das Dramolett „Affolter, Meyer, Beil (Don Juan oder Die glückliche Familie)“, uraufgeführt im Großen Saal des Mozarteums, Salzburg 2006. Zusammen mit Claus Peymann spielte Beil bei den Wiener Festwochen 2006 Thomas Bernhards drei Dramolette „Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen“, eine Aufführung, die am 30. September 2006 am BE ihre Berliner Premiere hatte. Hermann Beils Buch „Theaternarren leben länger“, herausgegeben im Paul Zsolnay Verlag Wien, wird in einer erweiterten 3. Auflage Herbst 2007 erneut erscheinen.

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