MENU

Jazz / Musik

Samstag, 20.07.2019 / 19:30
€ 25.00 - € 35.00

Mathias Rüegg & Lia Pale

"The Brahms Songbook"

Interpreten:

Lia PaleGesang, Flöte, Perkussion
Joris RoelofsKlarinette
Ingrid OberkaninsPerkussion
Hans StrasserBass
Mathias Rüegg Klavier, Arrangement

Frei und nicht (!) einsam. Lia Pale und Mathias Rüegg haben sich im Erforschen des romantischen Liedgutes gefunden. Sie, die Sängerin aus Wels – er, der vielseitige Jazzmusiker aus der Schweiz. Franz Schuberts „Winterreise“, Robert Schumanns Lieder boten bis dato den Untergrund für freies Wandeln und Interpretieren. Mit dem „Brahms Songbook“ komplettieren Künstler und Künstlerin ihre Trilogie. Mit einer sehr persönlichen Auswahl aus Johannes Brahmsʼ gesamtem Liedschaffen, wobei auch einige seiner Bearbeitungen deutscher Volkslieder auf dem Programm stehen.

The Brahms Songbook

Mathias Rüegg blickt dem jungen wie bärtig forschen, bisweilen wortkargen Hamburger als seelenverwandter Wahlwiener über die Schulter. Mit dabei, die bestens vertraute Ingrid Oberkanins, die altbewährten Mitstreiter Hans Strasser sowie die Solisten Joris Roelofs oder Mario Rom. Als ganz besonderer Gast tritt eine Bassflöte in Erscheinung. Für den Tod als kühle Nacht, das Dornröschen, die Liebestreu, das Sandmännchen, die schönste Schäferin und die kaum zu umschiffende romantische Schwermut. Johannes Brahms, der der musikalischen Volksseele nur allzu gern aufs Maul schaute und deren Schätze behutsam hob, ins Kunstlied übertrug, ohne dass das Unmittelbare eines musikalischen Gedankens Schaden nehmen musste. Das „Brahms Songbook“ öffnet genau an jener Schnittstelle seinen Zugriff.

Dazu die unverwechselbare Stimme Lia Pales: „Ihre wunderbare Jazz-Stimme hat Zerbrechlichkeit und Zielstrebigkeit ist erdig und ausdrucksstark, fordert und schmeichelt, und kann aus vermeintlich nüchternen Themen aus klassischer Musik oder Lyrik und Poesie echte musikalische Theaterstücke machen.“ (soultrainonline.de)

Info:

Mathias Rüegg: „Ich gehöre zur aussterbenden Gattung der Jazzkomponisten und Arrangeure, die dazu noch alles mit der Hand schreiben. Ich würde mich in Europa wohl als den letzten Mohikaner bezeichnen, der diesen Beruf seit Jahrzehnten noch ausübt. Ca. 650 Kompositionen/ Arrangements lagern in meinem Archiv, von denen die meisten aufgeführt bzw. aufgenommen wurden. Insgesamt ca. 50 Stunden Musik also. Den größeren Teil davon schrieb ich für das Vienna Art Orchestra, das ich 1977 zufällig gegründet und anschließend bis 2010 geleitet habe.  Unterdessen wurde mein Berufsstand mehrheitlich durch den Computer ersetzt, der all diese schönen Handschriften obsolet macht. Die Schönste hatte übrigens Maurice Ravel!

Etwa der Hälfte meiner Kompositionen stehen Arrangements/ Bearbeitungen gegenüber, wobei ich das große Glück hatte, den „größten Arrangeur of all times“ Gil Evans näher kennen zu lernen zu dürfen. Nachdem ich 2010 dann mehr oder weniger vor dem Nichts stand, traf ich Lia Pale und beschloss, endlich mal ordentlich Klavier zu üben. Gleichzeitig verwandelte ich mich in einen Asketen und begann mehrheitlich nach innen zu reisen. In seinem neuen Buch Das Labyrinth der Lichter meint Carlos Ruiz Zafón, „dass von einem bestimmten Punkt des Lebens an, die Zukunft eines Menschen in der Vergangenheit liege.

1969 bearbeitete ich Schumanns Kinderlieder für meine damalige Rockband und im November 2016 hatte unser Programm The Schumann Songbook seine Premiere im Porgy & Bess.“

ANFAHRT

Die nächsten Veranstaltungen