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Literatur / Konzert mit Lesung

Freitag, 08.03.2019 / 19:30

Biliana Tzinlikova und Julia Gschnitzer

"Frauen - meine Kunst lass ich nicht liegen"

Biliana Tzinlikova, Klavier
Kammerschauspielerin Julia Gschnitzer, Lesung

Clara Schumann (1819 – 1896  -  Sonate in g - moll
Louise Farrenc (1804 – 1875) -  Variationen op. 10 über “Cèst la fête de village” aus der Oper “Le Corporteur” von George Onslow

Pause

Clara Schumann (1819 - 1896) – Romanze Nr. 1 Op.21
Louise Farrenc – Air Russe Varié  Op. 17
Germaine Tailleferre (1892 – 1983)  -  Partita

Julia Gschnitzer liest Texte, Briefe und Gedichte von Clara und Robert Schumann, George Sand, Agatha Christi und Ilse Aichinger.

Mit dem Programm „Frauen“ erfüllt sich die Pianistin Biliana Tzinlikova einen lange gehegten Wunsch: die Komponistinnen der vergangenen Jahrhunderte zu entdecken, ihr Leben, ihr Schaffen, ihre Erfolge. Aber diese hochbegabten Musikerinnen hatten mit vielen Widerständen und Ressentiments zu kämpfen. Und trotzdem, einige verschafften sich den Raum zur kreativen Arbeit und schufen großartige Meisterwerke.

Es dauerte viele Jahrzehnte, bis sich die Nachwelt von den Vorbehalten löste, und diese Künstlerinnen und ihre Werke gebührend würdigte, und ihnen den Platz einräumt, der ihnen gebührt.

Jede von ihnen hat eine eigene Geschichte, – die oft auch eine Leidensgeschichte ist – jede einen eigenen Stil. Jede ist in einer anderen Zeit bzw. einer anderen Gesellschaft aufgewachsen, mit anderen Werten und Moden konfrontiert. Lange Zeit standen sie im Schatten ihrer Väter, Ehemänner, Brüder oder Kollegen. Der einen war die Heirat Befreiung und Förderung der künstlerischen Arbeit, der anderen Hindernis und Beschränkung.

Biographie:

Biliana Tzinlikova: 

Die Pianistin Biliana Tzinlikova, 1974 in Sofia, Bulgarien geboren, hat sich in den letzten Jahren einen hervorragenden Ruf als Konzertpianistin, Kammermusikerin und Pädagogin erarbeitet.

Neben ihrer pädagogischen Tätigkeit an der Musikuniversität Mozarteum Salzburg, wo sie seit 2001 unterrichtet, und sowohl unter ihren Studenten wie auch unter der Kollegenschaft einen hervorragenden Ruf genießt, trug vor allem die Einspielung von bisher insgesamt 4 CD’s, allesamt Weltersteinspielungen, dazu bei, daß Biliana Tzinlikova als wache und neugierige Zeitgenossin wahrgenommen wird, die sich auch außerhalb des pianistischen Kernrepertoires bewegt.

Sie absolvierte ihre Studien an der staatlichen Musikakademie in Sofia bei Prof. Marina Kapazinskaja und an der Univ. Mozarteum in Salzburg bei den Professoren Andor Losonczy und Christoph Lieske. Ferner besuchte sie Meisterkurse für Klavier bei Elisso Virsaladse, Arndzej Jaszinsky, Pavel Gililov, Menahem Pressler, Paul Badura-Skoda, Alexander Lonquich, Ferenc Rados, Klaus-Christian Schuster und Claude Frank.

Besonders prägend war die Begegnung und Arbeit mit Ruggiero Ricci (1998-2003) und mit Ferenc Rados (2002-2005).

Als Kammermusikerin gründete sie 2002 das Trio “Tombre” und spielte 2003-2005 im Klaviertrio mit Mitgliedern der Münchner Philharmoniker. Sie war Kammermusikpartnerin von Colin Jacobsen, Christian Gerhaher, Thomas Riebl, Ulf Schneider, Stephan Picard, Patrick Demenga, Gustav Rivinius, Dany Bonvin, Tanja Becker-Bender, Rudolf Leopold, Erich Höbarth, Esther Hoppe, Olga Polonsky, Nina Arnold, Andreas Müller u.a.

Als Solistin trat sie u.a. bei der Salzburger Mozartwoche und unter Stefan Sanderling mit dem RSO Wien auf. Sie konzertierte in fast allen Ländern Europas und in den USA. 2004 gab sie ihr Debut im Wiener Konzerthaus.

Im Oktober 2014 erschien die Erste von drei Solo-CD’s mit den Klaviersonaten von Franz Anton Hoffmeister (Naxos international), mit welcher sich Biliana Tzinlikova in der Fachwelt schlagartig einen Namen machte. Die Einspielungen wurden in internationalen Fachmedien begeistert rezensiert und wissenschaftlich dokumentiert.

2016 erschien ihre jüngste Solo-CD mit virtuosen Variationswerken von Stephen Heller.
Für 2018 ist die nächste CD mit französischer Klaviermusik geplant.
Biliana Tzinlikova lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

 

Julia Gschnitzer ist die Tochter des bekannten Universitätsprofessors und Politikers Franz Gschnitzer. Ab 1948 erhielt sie Schauspielunterricht bei Traute Foresti und Gesangsunterricht bei Charlotte von Zallinger und wurde nach dem Schauspielstudium sogleich ans Tiroler Landestheater engagiert.

Von 1960 bis 1990 war sie am Wiener Volkstheater, wo sie auch später noch gastierte, anschließend bis 1994 am Salzburger Landestheater engagiert. Dann arbeitete sie als freie Sprecherin und Schauspielerin für Hörfunk, Film, Fernsehen und Theater in ganz Österreich und Deutschland.

Dem Fernsehpublikum bekannt wurde sie vor allem als Franziska Jägerstätter im Film “Der Fall Jägerstätter” von Axel Corti und als Alte Nanne in “Die Siebtelbauern” von Stefan Ruzowitzky. In der Fernsehserie “Ein echter Wiener geht nicht unter“ war sie Frau Vejvoda.

2004/2005 spielte sie die Leni Wallner in Peter Sämanns modernem Heimatfilm “Im Tal des Schweigens”. Felix Mitterer schrieb für Julia Gschnitzer “Mein Ungeheuer”, das 2000 an den Tiroler Volksschauspielen uraufgeführt wurde. In Ruth Drexels Inszenierung von “Arsenik und Spitzenkragele” in Telfs spielte Julia Gschnitzer eine der beiden Schwestern. 2001 bekam sie am Tiroler Landestheater die Hauptrolle in Thomas Berhards “Am Ziel”, 2004 spielte sie die Olga in Tschechows “Drei Schwestern” und 2005 die “Alte” in Garcia Lorcas “Yerma”. Ebenso 2005 war sie als Hauptdarstellerin an den Vereinigten Bühnen Bozen bei Mitterers “Fleisch”. Am Schauspielhaus Salzburg war sie als skurrile Omi im Rollstuhl in der dramatischen Komödie “8 Frauen” von Robert Thomas zu sehen. 2011 feierte sie als Martha in “Paradiso“ ihr 60jähriges Bühnenjubiläum am Tiroler Landestheater. Bei den Salzburger Festspielen verkörperte sie Jedermanns Mutter.

Julia Gschnitzer unterrichtete viele Jahre am Konservatorium Franz Schubert in Wien.
Seit 2014 ist sie Ehrenmitglied der Tiroler Schauspielschule Innsbruck an der sie nach wie vor unterrichtet. 

2016 wurde sie zur Ehrenpräsidentin der Tiroler Schauspielschule Innsbruck vormals Schauspielschule-Innsbruck ernannt. 

Frau Julia Gschnitzer erhielt zahlreiche Auszeichnung für ihr künstlerisches Schaffen. 

    Silbernes Ehrenzeichen für die Verdienste um das Land Wien

    Ehrenzeichen des Landes Tirol

    Ernennung zur Kammerschauspielerin in Wien

    Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien

    Tiroler Landespreis für Kunst

 

 

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