Biografien SOSF 26
Biografien Sound of Sommerfrische 2026
Magdalene Ho, Klavier
Die malaysische Pianistin Magdalene Ho erlangte internationale Aufmerksamkeit, als sie 2023 mit neunzehn Jahren den Clara Haskil Piano Competition gewann und neben dem Hauptpreis auch den Publikumspreis, den Preis der Jungen Kritik sowie den Children’s Corner Prize erhielt.
In der Saison 2025/26 gibt sie ihr Debüt in der Tonhalle Zürich und konzertiert mit dem Royal Scottish National Orchestra unter Thomas Søndergård sowie dem Lithuanian National Philharmonic Orchestra unter Kornilios Michailidis. Weitere wichtige Engagements führen sie zu den Festspielen Mecklenburg Vorpommern, zum Rheingau Musik Festival, zum Schumannfest, zum Lille Piano(s) Festival und in die Reihe SWR Kultur Internationale Pianisten.
Zu ihren jüngsten Stationen zählen Concertgebouw Amsterdam, Laeiszhalle Hamburg, Théâtre de la Ville Paris und Teatro alla Scala di Milano. Darüber hinaus konzertierte sie mit dem Orchestre de la Suisse Romande, dem SWR Symphonieorchester und dem Royal College of Music Symphony Orchestra.
2024 wurde sie mit dem International German Piano Award ausgezeichnet, 2025 folgte der Tabor Foundation Award der Verbier Festival Academy. Im selben Jahr wurde sie vom International Piano Magazine in der Reihe „One to Watch“ porträtiert.
Seit 2024 ist Magdalene Ho dem Vevey Spring Classic Festival eng verbunden. Dort begegnete sie auch Daniel Müller-Schott, der ihre künstlerische Entwicklung begleitet und mit dem sie regelmäßig konzertiert. Zu den jüngsten gemeinsamen Projekten zählt eine Aufführung von Alban Bergs Kammerkonzert mit dem Orchestra dell’Accademia Teatro alla Scala.
Weitere Kammermusikpartner sind Veronika Eberle, Simon Trpčeski und Pierre Génisson. Künstlerische Impulse erhielt sie unter anderem von Piotr Anderszewski, Elisso Virsaladze, Andreas Staier, Minsoo Sohn, Jean-Efflam Bavouzet und Rena Shereshevskaya.
Magdalene Ho studiert bei Dmitri Alexeev am Royal College of Music in London.
Website Magdalene Ho | Sonoramusic
Roland Greutter, Violine
„Solist, Kammermusiker, Mentor, Konzertmeister, in allem Meister. Und doch ein ewig Suchender.“
Roland Greutter gehört zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten seiner Generation. Als Solist gastierte er mit den großen Violinkonzerten auf den bedeutenden Konzertbühnen der Welt, darunter Carnegie Hall, Berliner Philharmonie, Elbphilharmonie, Teatro Colón Buenos Aires, Großes Festspielhaus Salzburg und Suntory Hall Tokyo. Er musizierte mit führenden Orchestern und Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Myung Whun Chung, Christoph von Dohnányi, Christoph Eschenbach, Michael Gielen, Alan Gilbert, Marek Janowski, Krzysztof Penderecki, Andris Poga, Yutaka Sado, Sándor Végh und Günter Wand.
Ausgebildet bei Sándor Végh, Ivan Galamian und Joseph Gingold, wurde er früh mit dem Artists International Competition New York, dem Wieniawski-Preis und dem Mozartpreis des Mozarteums ausgezeichnet. Entscheidende künstlerische Impulse erhielt er von Leonard Bernstein, Lorin Maazel und Rudolf Serkin.
Über vier Jahrzehnte prägte er als Koordinierter Erster Konzertmeister das NDR Elbphilharmonie Orchester mit solistischer Präsenz und künstlerischer Handschrift. Darüber hinaus wirkte er regelmäßig als Solist und musikalischer Leiter.
Zu den wichtigsten kammermusikalischen Stationen zählen Marlboro Music, IMS Prussia Cove und das Schleswig Holstein Musik Festival. Musikalische Weggefährten sind Christoph Eschenbach, Martin Grubinger, Leonidas Kavakos, Daniel Müller Schott, Alice Sara Ott und Me Jin Moon.
Sein ungewöhnlich breites Repertoire reicht vom Barock bis zur Gegenwart. Uraufführungen wie das ihm gewidmete Violinkonzert von Ulrich Leyendecker stehen exemplarisch für diese Spannweite.
Weltweit gibt er Meisterklassen und Workshops, unter anderem beim Shanghai Symphony Orchestra und dem SHMF-Orchester. Legendär bleiben seine Collaborations mit Leonard Bernstein, der ihn seinen „String Man“ nannte, sowie mit Lorin Maazel und Christoph Eschenbach.
Für sein Klimaprojekt For Seasons nach Vivaldi erhielt er Gold bei den New York Festivals und dem ADC Deutschland. Zahlreiche CD-Aufnahmen, NDR Konzertmitschnitte und Produktionen sind dokumentiert:
Roland Greutter ist Gründer und künstlerischer Leiter des Festivals Sound of Sommerfrische. Gemeinsam mit Daniel Müller Schott und Magdalene Ho bildet er dessen musikalisches Zentrum.
Er spielt eine Violine von Domenico Montagnana, Venedig 1736.
Maxim Rysanov, Viola
Der Grammy-nominierte ukrainisch-britische Bratschist und Dirigent Maxim Rysanov zählt zu den herausragenden Musikern seiner Generation. Als Principal Guest Conductor von I Musici de Montréal gastiert er regelmäßig als Solist, Kammermusiker und Dirigent bei renommierten Orchestern und Festivals weltweit.
Solistisch konzertierte er unter anderem mit dem BBC Symphony Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Danish National Symphony Orchestra, dem Frankfurt Radio Symphony Orchestra, dem Shanghai Symphony Orchestra, der Hong Kong Sinfonietta sowie dem Seattle Symphony Orchestra. Als Dirigent arbeitete er mit Orchestern wie dem Russian National Orchestra, dem Sinfonieorchester Basel, dem Orquesta Sinfónica de Castilla y León, der Riga Sinfonietta, dem Lithuanian Chamber Orchestra sowie dem Swedish Radio Orchestra.
Zu seinen aktuellen internationalen Projekten zählt das Schostakowitsch-Projekt von Evgeny Kissin mit Gidon Kremer und Gautier Capuçon, das ihn durch Europa und Nordamerika führt. Hinzu kommen Konzertreisen nach China sowie Einladungen zu Festivals wie Verbier, Salzburg, Edinburgh, Schleswig-Holstein und den BBC Proms.
Eine besondere Leidenschaft gilt der Musik unserer Zeit. Maxim Rysanov brachte Werke von Dobrinka Tabakova, Pēteris Vasks, Richard Dubugnon, Valentin Bibik und Gabriel Prokofiev zur Uraufführung und arbeitet regelmäßig mit bedeutenden Komponisten der Gegenwart zusammen.
Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Maxim Vengerov, Janine Jansen, Mischa Maisky, Vadim Repin, Sol Gabetta, Leif Ove Andsnes, Martin Fröst und Denis Matsuev. Als Associate Artist der Yehudi Menuhin School engagiert er sich zudem intensiv für die Förderung junger Musikerinnen und Musiker.
Ausgezeichnet wurde er mit dem Gramophone Young Artist of the Year Award, dem BBC Radio 3 New Generation Award sowie Preisen bei den Wettbewerben in Genf, beim Lionel Tertis Competition und beim Valentino Bucchi Competition. Er spielt die Viola „Il Soldato“, gebaut 1780 von Giuseppe Guadagnini.
Daniel Müller-Schott, Cello
Co-Artistic Director – Vevey Spring Classic Festival
OPUS KLASSIK 2020
Kategorie „Solo Recording Instrument“ #CelloUnlimited
Daniel Müller-Schott zählt zu den weltweit gefragtesten Cellisten und ist auf allen großen internationalen Konzert- und Festivalbühnen zu hören. Seit vielen Jahren begeistert er sein Publikum als Botschafter der klassischen Musik im 21. Jahrhundert. Die New York Times würdigt seine „intensive Expressivität“ und beschreibt ihn als „einen furchtlosen Spieler mit überragender Technik“.
Daniel Müller-Schott gastiert bei international bedeutenden Orchestern u.a. bei New York Philharmonic, San Francisco Symphony Orchestra, Berliner Philharmoniker, London Symphony Orchestra, Orchestre National de France, Sydney Symphony Orchestra und Seoul Philharmonic Orchestra und arbeitet mit herausragenden Dirigenten, u.a. mit Karina Canellakis, Cristian Măcelaru, Susanna Mälkki, Kirill Petrenko, Vasily Petrenko, Simone Young und Sir Antonio Pappano.
Mit großer Leidenschaft führt Daniel Müller-Schott nicht nur die großen Cellokonzerte vom Barock bis zur Moderne auf. Auch die Entdeckung unbekannter Werke, die Erweiterung des Cello-Repertoires, etwa durch eigene Bearbeitungen und die Zusammenarbeit mit Komponisten unserer Zeit, haben einen festen Platz in seinen Konzerten.
George Alexander Albrecht, Peter Ruzicka und Sir André Previn haben dem Cellisten Cellokonzerte gewidmet. Zwischen Musik, Bildender Kunst und Literatur eine höhere Intensität der Wahrnehmung zu schaffen, ist Daniel Müller-Schotts künstlerisches Credo.
Er gibt Einführungen in die Hintergründe der Musik und der Komponisten und hat viele seiner CD-Booklet-Texte geschrieben. In seiner über dreißigjährigen Karriere produzierte Daniel Müller-Schott eine beeindruckende Diskographie von über 30 Alben bei Deutsche Grammophon, Warner, Pentatone und ORFEO, die mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet wurden.
Aktuell ist beim Label ORFEO „Echoes of My Childhood“ erschienen mit Barocken Meistern wie Boccherini, Geminiani, Vivaldi und Bach.
Daniel Müller-Schott studierte bei Walter Nothas, Heinrich Schiff und Steven Isserlis, wurde von Anne-Sophie Mutter gefördert und erhielt ein Jahr privaten Unterricht bei Mstislaw Rostropowitsch. Bereits mit 15 gewann er den Ersten Preis beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb für junge Musiker in Moskau.
Daniel Müller-Schott spielt das »Ex Shapiro« Matteo Goffriller Cello, gefertigt in Venedig 1727.
Jurek Dybał, Kontrabass
Jurek Dybał ist Kontrabassist, Solist, Kammermusiker und Dirigent. Er ist Stimmführer der Kontrabassgruppe der Wiener Philharmoniker sowie der Wiener Staatsoper. Von 2001 bis 2003 war er Mitglied der Münchner Philharmoniker. Darüber hinaus gehörte er von 1997 bis 2023 dem von Claudio Abbado gegründeten Mahler Chamber Orchestra an und war über viele Jahre eng mit der Sinfonia Varsovia verbunden.
Als Solist und Kammermusiker trat er mit dem Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks, der Sinfonia Varsovia, dem Wiener Kammerorchester, dem Shanghai Quartet, dem Fine Arts Quartet sowie dem Schlesischen Streichquartett auf. Von 2010 bis 2013 war er Professor an der Hochschule für Musik Dresden und gab weltweit Meisterkurse.
Die Zusammenarbeit mit Krzysztof Penderecki prägte seinen künstlerischen Weg nachhaltig. Er wirkte an der Uraufführung der Quintettfassung von Karten aus einem nicht geschriebenen Tagebuch mit und arbeitete gemeinsam mit dem Komponisten an der Kontrabassstimme von Duo Concertante. Zu den ihm gewidmeten und von ihm uraufgeführten Werken zählt auch Stories for Double Bass and Orchestra von Krzesimir Dębski. Er ist Initiator und Direktor des Internationalen Krzysztof-Penderecki-Festivals „Poziom 320“ in Zabrze.
Ein besonderer Schwerpunkt seines Wirkens gilt der historisch informierten Aufführungspraxis mit Ensembles wie Concerto Köln, La Stagione Frankfurt, Les Musiciens du Louvre und der Warschauer Kammeroper.
Als Dirigent stand er am Pult des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien, des Wiener KammerOrchesters, des Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, des Orchestra del Teatro di San Carlo, der Nationalphilharmonie Warschau sowie des Nationalen Symphonieorchesters der Ukraine aus Charkiw. Von 2014 bis 2022 war er Direktor der Sinfonietta Cracovia. Heute ist er Erster Gastdirigent des Radomer Kammerorchesters und Chefdirigent von Camerata Vienna-Milano.
Er erhielt den Fryderyk, den International Classical Music Award (ICMA) sowie den Gramofon.
Jurek Dybal | Camerata Vienna-Milano