Zum Hauptinhalt springen
10/08

Martin Schwab

Kategorie Literatur & Theater / Lesung
|
Dienstag 19:30
|
Ort Thomas Bernhard Haus Ohlsdorf
Martin Schwab ©Georg Soulek Burgtheater

Martin Schwab

Der Untergeher von Thomas Bernhard

Auslöser der Gedanken und Erinnerungen, die der Roman wiedergibt, ist der Selbstmord des Pianisten Wertheimer, eines Freundes des Ich-Erzählers. Der geistigen Annäherung entspricht die äußerliche Bewegung des Erzählers, der zunächst ins Gasthaus von Wankham eintritt, mit der Wirtin spricht und sich dann in Wertheimers Jagdhaus in Traich von dem Holzknecht Franz über die letzte Lebenszeit des Verstorbenen informieren lässt.

28 Jahre zuvor wurden Wertheimer und der Erzähler während eines Kurses bei Horowitz in Salzburg mit der übermächtigen Spielkunst von Glenn Gould konfrontiert. Beide gaben daraufhin ihre Laufbahn auf und widmeten sich der Schriftstellerei: Wertheimer wurde zum Geisteswissenschaftler, der Erzähler zum „Weltanschauungskünstler“, der seit Jahren an einer Studie über Glenn Gould arbeitet.

Der Erzähler vermutet als möglichen Grund für den Selbstmord des Freundes Wertheimer – neben der Ausweglosigkeit, in die sich dieser als Pianist hineingespielt habe, und neben Glenns Tod – vor allem auch den Weggang seiner geliebten Schwester, die einen Schweizer Großindustriellen geheiratet hat – genau vor ihrem Wohnhaus hat sich Wertheimer nämlich aufgehängt. „Lange vorausberechneter Selbstmord, dachte ich, kein spontaner Akt von Verzweiflung“, steht schon im Motto des Romans.

Martin Schwab erhielt 2005 den Berufstitel Kammerschauspieler, 2009 wurde er zum Ehrenmitglied des Wiener Burgtheaters ernannt.

Ein Wahres Highlight für Alt und Jung

Gmundner Bezirkrundschau

€39.00 inkl. Mwst zzgl. Versandkosten