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17/07

Landestheater Linz | 17:00

Kategorie Literatur & Theater / Theater
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Samstag 17:00
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Ort Stadttheater Gmunden
Landestheater ©Robert Josipović

Klaus Müller-Beck | Caribaldi, Zirkusdirektor
Annelie Straub | Enkelin
Alexander Julian Meile | Jongleur
Markus Ransmayr | Dompteur
Sebastian Hufschmidt | Spaßmacher
Tanja Regele | Regie
Seraina Keller | Bühne

Die Macht der Gewohnheit von Thomas Bernhard

Das Stück Die Macht der Gewohnheit von1974 ist Bernhards erste Komödie und wurde ebenso wie Der Ignorant und der Wahnsinnige bei den Salzburger Festspielen aufgeführt.

Es ist abermals ein Text über die Kunst und ihre Ausübenden. In ihrem Mittelpunkt steht der Zirkusdirektor Caribaldi, der seit 22 Jahren mit seinen vier Mitspielern, dem Dompteur, dem Spaßmacher, dem Jongleur und seiner eigenen Enkelin vergeblich versucht, einmal Schuberts Forellenquintett vollständig und als „perfekte Musik“ aufzuführen.

Dass diese Proben regelmäßig mit einer vollständigen Katastrophe enden, macht den Text nicht nur zu einer bitteren Verhöhnung aller Vorstellungen von künstlerischer Perfektion, sondern es stellt von Neuem den parodistischen Bezug zu seinem Uraufführungsort her. Insgesamt ist Bernhards zweites Festspielstück eine besonders gelungene Variante eines seiner wichtigsten literarischen Themen: Das Scheitern des Künstlers, wenn er versucht, vollkommene Kunst zu schaffen. Es ist aber auch ein Stück über Herrschaft und Macht: Um sein künstlerisches Ziel womöglich doch zu erreichen, hat sich Caribaldi seine Mitspieler bedingungslos unterworfen: „Durch diese Tür / kommen Ihre Opfer herein“, sagt der Jongleur zu ihm. „Nicht Menschen / Instrumente“.

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