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Opernstudio der Wiener Staatsoper

Stephanie Maitland ©Michael Poeln

Kutrowatz | Maitland | Amako | Park | Deutsch

Miriam Kutrowatz

Die Sopranistin Miriam Kutrowatz ist Mitglied des Jungen Ensembles des Theater an der Wien (JET), wo sie als Idaspe in A. Vivaldis Il Bajazet ihr höchst erfolgreiches Debüt in der Wiener Kammeroper gab. In dieser Saison wird sie ebenda unter anderem als L’Amour (Gluck, Orphée) und Zerlina (Mozart, Don Giovanni) sowie als Marie (Lortzing, Der Waffenschmied) und Niece 1 (Britten, Peter Grimes) am Theater an der Wien zu erleben sein. Bei den Salzburger Festspielen 2021 gab Miriam Kutrowatz ihr Debüt in der Kinderoper „Vom Stern der nicht leuchten konnte“ (E. Naske, E. Baumann) wo sie die Titelpartie des Sterns verkörperte. („…allen voran Miriam Kutrowatz, die mit glasklarem Sopran dem schüchternen Stern ihre Stimme gibt.“ Der Standard)

Bei der Styriarte 2020 war die Sopranistin unter Michael Hoffstetter als Zerlina in Mozarts Don Giovanni zu erleben. In der diesjährigen Ausgabe des steirischen Festivals sang sie unter Jordi Savall in G. F. Händels Dixit Dominus und A. Vivaldis Magnificat. Miriam Kutrowatz ist bereits im Wiener Konzerthaus in verschiedenen Programmen unter Phillipe Jordan, Andres Orosco-Estrada, Erwin Ortner und Heinz Ferlesch auf der Bühne gestanden. Sie wird in der kommenden Saison dort in J. Haydns Schöpfung zu hören sein. Vergangene Projekte dort waren die Kantate Exultate Jubilate und das Requiem in d-moll (W. A. Mozart) sowie das Benefizkonzert 2020 an der Seite von P. Beczala. Ihr Debüt im goldenen Saal des Musikvereins Wien wird Miriam Kutrowatz im November unter Martin Haselböck mit Mozarts Requiem in d-moll geben.

Sie interpretierte Werke wie die Kantate Mirjams Siegesgesang und Der Hochzeitsbraten von F. Schubert, die große Messe in c-Moll und das Requiem in d-Moll von W. A. Mozart, die Partie der Filia in G. Carissimis Jephte, sowie die Chorsymphonie op.80 von Ludwig van Beethoven in der Philharmonie de Paris. Vergangene Rollen auf der Opernbühne waren außerdem die Alinda in Cavallis Il Giasone, Gretel in Humperdincks Hänsel und Gretel im Schlosstheater Schönbrunn und Morgana in Händels Alcina beim Festivalsommer „JOpera“.

Miriam Kutrowatz ist mehrfache Preisträgerin beim Internationalen Cesti-Gesangswettbewerb für Barockoper 2019 der Innsbrucker Festwochen und Semifinalistin beim Glyndenbourne Opera-Cup 2020.

Sie schloss Ihren Bachelor bei KS Edith Lienbacher an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ab und setzt ihr Masterstudium bei Florian Boesch fort. Sie besuchte Meisterkurse unter anderem bei Marjana Mijanovic und Malcolm Martineau und erhielt Unterricht in zeitgenössischem Tanz bei der österreichischen Choreografin Doris Uhlich.

 

Stephanie Maitland

Stephanie Maitland ist seit der Saison 2020/21 Altistin im Opernstudio der Wiener Staatsoper. In der vergangenen Saison debütierte sie in einer Reihe von Rollen, darunter Die Schleppträgerin (Elektra) unter der musikalischen Leitung von Franz Welser-Möst und Zweiter Knappe in Kirill Serebrennikovs Neuproduktion von Parsifal unter der musikalischen Leitung von Philippe Jordan. 

In der aktuellen Saison singt sie Annina (La Traviata), Amme (Boris Godunov), Dritte Dame (Die Zauberflöte) und Flosshilde und Roßweiße (Walküre). Außerdem war sie für Rosette (Manon) und Dritte Dame (Die Zauberflöte für Kinder) vorgesehen. Zu ihren weiteren Rollen (Coververpflichtung) zählen Marcellina (Le Nozze di Figaro), Marthe (Faust), Auntie (Peter Grimes), Polina (Pique Dame), Annina (Der Rosenkavalier), Brigitta (Die Tote Stadt), Erda (Das Rheingold, Siegfried) und Erste Norn (Götterdämmerung). 

Ihre Darstellung der Annina in La Traviata wurde in der Rezension von Laura Servidei für Bachtrack hochgeschätzt: „Ehrenvolle Erwähnung für Stephanie Maitland, die die Annina mit einem tief zentrierten, kraftvollen und weichen Mezzo sang." In einer anderen Rezension heißt es: „... und Stephanie Maitland als die sehr kraftvolle Annina klang fast wie eine Hauptrolle." 

Für 2020 war ihre Mitwirkung im Chor von Glyndebourn geplant, was jedoch aufgrund von COVID19 abgesagt wurde. Im vergangenen Sommer war sie Teil des Alvarez Young Artist Programme an der Garsington Opera und sang die Rolle der Mrs. Grose (The Turn of the Screw). Zu ihren weiteren Rollen gehören La Principessa und Zita in Puccinis Il Trittico, der Sandmann (Hänsel und Gretel), Madame By-Ends (Pilgrim's Progress), La Prieure (Dialogues des Carmélites) und Lady Bertram (Mansfield Park). Stephanie war außerdem Halbfinalistin bei By Voice Alone und gewann einen Singer's Preparation Award von Audition Oracle.

 

Hiroshi Amako

Der Tenor Hiroshi Amako, im japanischen Tsu als Sohn eines japanischen Vaters und einer walisischen Mutter geboren, wuchs seit seinem achten Lebensjahr in North Wales auf und sammelte erste musikalische Erfahrungen an der Violine sowie am Klavier. Nach seinem Studium in Trinity College Cambridge wechselte er an die Royal Academy of Music in London. In den Spielzeiten 2018 bis 2020 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios an der Hamburgischen Staatsoper, wo er Rollen wie Abdallo / Nabucco, Borsa / Rigoletto sang, und die Rolle von Göbbels in Johannes Harneits Uraufführung IchundIch entwickelte. Seit der Spielzeit 2020/21 arbeitet er als Mitglied des Opernstudios der Wiener Staatsoper, wo er Liberto / L’Incoronazione di Poppea, Der Haushofmeister bei Faninal / Der Rosenkavalier und Graf Almaviva / Der Barbier für Kinder sang. Hiroshi Amako arbeitet regelmäßig auf dem Konzertpodium. Unter anderem ist er als Liedinterpret bereits Gast an der Wigmore Hall sowie bei Oxford Lieder Festspiele gewesen, und ist der Gewinner des 3. Internationalen Helmut Deutsch Liedwettbewerbs. Er trat regelmäßig mit bekannten Namen der Barockmusik, wie Ton Koopman, Rachel Podger, Terence Charlston, Margaret Faultless und Johannes Prahmsoler auf. Hervorzuheben wären die Konzerte mit dem City of Birmingham Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra sowie mit dem Orchestra of Age of Enlightenment.

 

Jusung Gabirel Park

Jusung Gabirel Park ist ein junger vielversprechender Bassbariton aus Südkorea, der mit einem umfangreichen Repertoire auf der Bühne steht. Sein Gesangsstudium absolvierte er bei Margit Klaushofer und Florian Boesch an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Jusung ist einer der Preis Gewinner beim Wettbewerb „Operalia Competition“ und ist Finalisten beim Wettbewerb „BBC CardiffSinger of the World“ 2021. Ebenso ist er Gewinner vonzahlreichen Wettbewerben in Korea, darunter der 3. Preis beim Schubert-Liedwettbewerb und der Silberne Preis (Auszeichnung für Musikdirektor der Koreanischen Nationaloper) beim Korea National Opera Competition.

Jusung hat eine besondere Affinität zum Lied- und Oratorienrepertoire. 2021 wirkte er bei der Aufnahme von Liederabend für den Bayerischen Rundfunk mit. Als Solokünstler trat er auch beim Chuncheon International Early Music Festival auf, wo er als Solist Herz und Mund und Tat und Leben (BWV 147) sang. Er spielte das Bass-Solo der Johannes-Passion (BWV 245) in einigen verschiedenen Produktionen, darunter in der Katholischen Kathedrale von Myeongdong und in der Yonsei-Universität. Außerdem tritt Jusung Park regelmäßig in der Luce Chapel Yonsei auf, wo er Solist von Christen ätzet diesen Tag (BWV 63), A. Dvoraks Messe in D (op. 86), Weihnachtsoratorium (BWV 248) und G. Faures Requiem war.

In letzter Zeit hat Jusung seine Leistungen auf die Oper und Europa ausgeweitet. Er wirkte in den verschiedenen Opernproduktionen des Theater Rudolstadt in Zusammenarbeit mit den Thüringer Symphonikern mit. Er spielte die Titelrolle des Figaros in Le Nozze di Figaro und die Rolle des Leporellos in Don Giovanni. 2021 trat er im Operngalakonzert mit den Nürnberger Symphonikern auf. In der Spielzeit 2022/2023 und 2023/2024 ist er Mitglied des Opernstudios der Wiener Staatsoper.

Im Jahr 2021 nahm er am Gesangsprogramm des Festival d'Aix - en Provence teil. Zudem war er einer der Sänger des Internationalen Meistersinger Akademie (IMA) unter der Leitung von Edith Wiens.

 

Helmut Deutsch

Helmut Deutsch zählt zu den gefragtesten und erfolgreichsten Liedbegleitern der Welt.
In Wien geboren, studierte er am Konservatorium, an der Musikakademie und der Universität seiner Heimatstadt, erhielt den Kompositionspreis der Stadt Wien und wurde mit 24 Jahren Professor. Schon in seiner Studienzeit konzentrierte sich sein Hauptinteresse auf das Lied, daneben aber betätigte er sich durch mehrere Jahrzehnte als Kammermusiker in allen erdenklichen Formationen mit vielen Instrumentalisten von Weltrang.

Seine internationale Karriere als Liedbegleiter begann mit der Sopranistin Irmgard Seefried, wichtigster Sänger seiner jungen Jahre aber wurde Hermann Prey, dessen fester Partner er für zwölf Jahre in mehreren hundert Konzerten war. In weiterer Folge arbeitete er mit einem Großteil der bedeutendsten Liedsänger zusammen und spielte in allen wichtigen Musikzentren der Welt.
In der Gegenwart zählen die Sänger Jonas Kaufmann, Diana Damrau, Michael Volle und der junge Schweizer Tenor Mauro Peter zu seinen vorrangigen Partnern.

Die Arbeit von Helmut Deutsch ist auf mehr als hundert Tonträgern dokumentiert. Einige davon spiegeln auch wider, was er als eines seiner zentralen Anliegen sieht: die Wiederbelebung zu Unrecht vergessener Komponisten der Vergangenheit. Eine andere Aufgabe, die im Laufe der Jahre immer mehr zu einer Herzenssache wurde, ist die Ausbildung und Förderung junger Talente. Seine Lehrtätigkeit setzte sich nach den Jahren in Wien vor allem an der Hochschule für Musik und Theater in München fort, wo er für 28 Jahre Professor für Liedgestaltung war; daneben aber gibt er bis heute eine ständig wachsende Anzahl von Meisterkursen in Europa und im Fernen Osten und bleibt durch Gastprofessuren weiterhin mit Hochschulen verbunden.

Zu seinen Studenten zählten unter vielen anderen Juliane Banse, Jonas Kaufmann, Dietrich Henschel, Christian Gerhaher und Wolfram Rieger.