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Donnerstag, 16.08.2018 / 21:00

Peter Resch

"Dokumentative Avantgarde"

Künstler

Peter Resch - Regie, Kamera, Schnitt
Magdalena Bloder - Licht, Regieassistenz

Programm

 „Ich bediene mich mir bekannter Mittel; arbeite mit Ton, weil es das Material ist, das ich formen kann.“ (Franz Josef Altenburg)

Altenburgs Objekte aus Ton sind Modelle der Wirklichkeit, bestimmt durch das Wesen seiner Gedanken. „Diese Objekte sind etwa übereinander gestellte Gefäße, ‚Türme‘ oder sogenannte ‚Stapeleien’, die Altenburg nur durch die Glasur miteinander verbindet. Oder auch die ‚Rahmen‘, welche einen besonderen Stellenwert in seiner Kunst einnehmen, und alle die gleichen Außenmaße haben. Nur das, was sich innerhalb der Rahmen abspielt - das sind füllende und sprengende Strukturen, Skizzen, Bühnenbilder, architektonische Modelle, Gesichter - ist unterschiedlich. Franz Josef Altenburg vermeidet das Glatte, Oberflächliche, allzu Schöne, Dekorative. Immer geht es ihm um Ausdruck und Aufrichtigkeit.“
(Erhard Kargel)

Peter Resch lichtet den Künstler auf 16mm Schwarz-Weiß-Material ab. Stumm. Filmisches Handwerk im klassischen Sinne.

Substanziell ist es für Resch, einen konformen Rahmen zu schaffen. Somit präsentiert sich das Seitenverhältnis des Schmalfilms (4:3) als bestimmender Faktor. Da das Material einer achtsamen Behandlung vor, während und nach dem 'Schießen' bedarf, ist akkurates Arbeiten wesentlich. Ein bedeutender Aspekt ist außerdem, dass das Analoge eine kennzeichnende Körnigkeit aufweist und nicht die übertriebene Schärfe des Digitalen in sich trägt. Das erzeugt ein Bild, das seine eigene spezielle Atmosphäre kreiert und Altenburgs Kunst in ein fruchtbares Licht kleidet.

Über alles stellt sich der hochwertige Charakter des analogen Materials, denn er vertieft und modifiziert das Element der Zeit im Film.

Resch und Altenburg verbindet das Leben am Land, wo auch die gemeinsame Arbeit geschaffen wurde. Der Film entstand in Freundschaft und aus Achtung vor dem Künstler Franz Josef Altenburg, sowie aus Peter Reschs Affinität zu vorgefundenen Strukturen und Formen in Altenburgs Handwerkskunst.

Freier Eintritt


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