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Literatur / Philosophisches Gespräch

Mittwoch, 18.07.2018 / 19:30

Otto Brusatti und Franz Schuh

"Keine Angst vor der Ästhetik"

Künstler

Otto Brusatti und Franz Schuh im Gespräch mit Musik

Programm

"Viel Unsinn wird über 'Ästhetisches' etc. gern dahergeredet.
Man meint dann zumeist irgend was diffus Schönes und ist oft in Folge auch noch sehr banal.
Ästhetik heißt aber: die philosophische Anschauung der Kunst. Und das ist bereits spannend. Seit 3000 Jahren.
Schon allein was dieses „Kunst“ so ist, sein kann und sein soll.
Worum gerungen wird wie höchstens noch um Liebesdinge – und wo es in Ideologien bis zum Mord geht.
Um über den Begriff Kunst zu reden wird hierbei im Wechselgespräch von Musik ausgegangen (und sogar mit ein paar Beispielen vorgeführt).
Aber dass es um Lust und Seele, um Verstörung, Geschäft und die Möglichkeiten der Kunst-Kategorisierung gehen wird, das sei versprochen.
Ganz egal, ob es sich dabei um (wie die Philosophie gern erklärt) das schöne Scheinen von Ideen oder um etwas handelt, das nur mehr mit Zeugungsakten und Weltkriegen vergleichbar ist."
(Otto Brusatti)

Dr. phil. Otto Brusatti (1948) ist Autor, Regisseur, Musikwissenschafter, Intendant. Letzte Inszenierungen: Antigone, Die Troerinnen, Effi Reloaded, Leonce und Lena (2018). Rund 40 literarische und musikalische Veröffentlichungen (zuletzt bei mdv: Das musikalische Opfer, 34 - Der einfache Schrecken oder die Welt heute). Leitete Jahre hindurch die Musiksammlung der Stadt Wien. Führender Radio-live-Moderator. Performances, Hörspiele, Kompositionen, Filme, Lesungen (vor allem Literarisches im Tagesbezug). Er unterrichtet Ästhetik, Kultur und Medien an der Universität Wien. Seit 2015 ist er Intendant der Badener Theatertage.

Der promovierte Philosoph, Germanist und Historiker Franz Schuh wurde 1947in Wien geboren. Er ist Buchautor, Kritiker und Kolumnist sowie Lehrbeauftragter an der Universität für angewandte Kunst Wien. Zahlreiche Veröffentlichungen., u.a.: Der Stadtrat. Eine Idylle (1995), Schreibkräfte. Über Literatur, Glück und Unglück (2000), Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche (2006), Hilfe! Ein Versuch zur Güte (2007), Memoiren. Ein Interview gegen mich selbst (2008), Der Krückenkaktus. Erinnerungen an die Liebe, die Kunst und den Tod (2011), Sämtliche Leidenschaften (2014), Über Kulturpublizistik. Vier Vorlesungen (2014) und Fortuna (2017). Aus dem Magazin des Glücks. Franz Schuh wurde vielfach ausgezeichnet, u.a.: Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik (1985), Jean-Améry-Preis für Essayistik (2000), Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch/Essayistik (2006), Essay-Preis Tractatus des Philosophicum Lech (2009), Österreichischer Kunstpreis für Literatur (2011), Paul-Watzlawick-Ehrenring (2017).

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