-Literaturschwerpunkt

Ein Fest für Barbara Frischmuth

-Gymnasium Ort Gmunden

Montag, 24.07.2017 / 19:30 Uhr

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"Die Klosterschule"

Ein Fest für Barbara Frischmuth

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Barbara Frischmuth - Autorenlesung

Die Klosterschule war Barbara Frischmuths erstes Buch. In 14 Kapiteln lässt sie hier die enge Welt eines katholischen Mädchenpensionats entstehen, seiner Lehrerin und ihrer Vorschriften, seiner Schülerin und ihrer Wünsche. Diese Klosterschule hat ihre starren Regeln und Sprachregelungen - Ausdruck einer konsequenten Erziehung zur Unfreiheit der Gefühle, des Intellekts und der Sexualität. Mit sanfter Ironie ahmt Barbara Frischmuth diese verräterischen Sprachmuster nach und verweist damit auf das, was man Frauen immer versagt hat: die Freiheit des Empfindens, Denkens und Handelns.

Der Literaturschwerpunkt der Salzkammergut Festwochen Gmunden 2017 wird der Schriftstellerin Barbara Frischmuth gewidmet sein. Zwei dicht programmierte Tage bieten eine einmalige Gelegenheit, sich intensiv mit der Person und dem Schaffen der vielfach ausgezeichneten Autorin auseinanderzusetzen.

Die Veranstaltung wird eine einzigartige Gelegenheit bieten, Barbara Frischmuth persönlich zu begegnen und ihr Werk unmittelbar zu erleben. Auch Freunde und Wegbegleiter, Germanisten und Künstler werden Barbara Frischmuth und ihr Werk mit eigenen Beiträgen, in Diskussionen und Referaten erklären, würdigen und kommentieren.

Das mehrtägige Fest innerhalb des Festivals findet seit 2007 statt: Bisher war es Peter Handke, Christoph Ransmayr, Friederike Mayröcker, Ernst Jandl, Josef Winkler, Robert Menasse, Gerhard Rühm, Felix Mitterer, Peter Rosei und André Heller gewidmet.

Idee und Konzeption: Jutta Skokan und Franz Schuh
Begleitende Umsetzung: Bernhard Fetz und Hannes Schweiger

Barbara Frischmuth wurde 1941 in Altaussee (Steiermark) geboren.  Der Vater, Anton Frischmuth, der 1943 in Russland fiel, war Hotelier; der Familienbetrieb wurde von der Mutter, Maria (wiederverheiratete Pucher, geborene Schmidt), bis 1956 alleine weiter geführt.

Ein neunmonatiger Stipendienaufenthalt ermöglichte Barbara Frischmuth von 1960 bis 1961 ein Studium an der türkischen Atatürk Universität in Erzurum. In ihrer Abwesenheit wurde sie zum Gründungsmitglied des Forum Stadtpark ernannt; im Forum las sie im Frühjahr 1961 auch erstmals eigene Werke. 1967 erschien als erste Übersetzung aus dem Ungarischen, das KZ-Tagebuch der Siebenbürger Jüdin Ana Novac im Rowohlt Verlag, ein Jahr darauf  ihr erstes eigenes Werk Die Klosterschule bei Suhrkamp. Von da an publizierte sie Romane, Erzählungen, Dramen, Hörspielen und einige weitere Übersetzungen aus dem Ungarischen.

Barbara Frischmuth besuchte im Rahmen von Auslandsaufenthalten bis dato unter anderem die Türkei, Ungarn, Ägypten und England, aber auch China (1982) und Japan (1990). Mehrmals unternahm die Autorin Lesereisen durch die USA; 1976 war sie für drei Monate writer in residence am Oberlin College in Ohio und 1987 als poet in residence an der Washington University in St. Louis, Missouri.

Im Herbst 1990 hielt Barbara Frischmuth Poetik-Vorlesungen an der Universität München unter dem Titel Traum der Literatur - Literatur des Traums. 1997/98 war sie Jurorin des Klagenfurt Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs und von 1997 bis 2002 Mitglied des Ausschusses der Deutschen Schillergesellschaft in Marbach am Neckar.

Barbara Frischmuth hat einen Sohn, Florian Anastasius Grün (1973), und ist in zweiter Ehe seit 1988 mit dem in München praktizierenden Psychiater und Neurologen Dr. Dirk Penner verheiratet. Seit 1999 lebt die Autorin wieder in Altaussee.

Kartenpreis: € 27,-



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