Lesung mit Musik

Wolfram Berger, Friedrich Kleinhapl & Andreas Woyke

Landesmusikschule Gmunden

Sonntag, 09.04.2017 / 19:30 Uhr

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"About Beethoven": Briefe, Erinnerungen von – über – an Ludwig van Beethoven

Wolfram Berger, Friedrich Kleinhapl & Andreas Woyke

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Wolfram Berger liest Briefe, Erinnerungen von – über – an Ludwig van Beethoven

"Tosende Stille"


Friedrich Kleinhapl - Violoncello
Andreas Woyke - Klavier
Wolfram Berger - Rezitator

Heidrun Maya Hagn - Textzusammenstellung


Ein Fortissimo-Akkord und drei Klavier-Saiten sind zerstört. Das erste Orchester-Zwischenspiel in seinem 4. Klavier-Konzert und zwei Leuchter fliegen durch die Luft. Ein hitziger Wortwechsel im Gasthaus und der Teller landet samt Gulasch im Gesicht des Kellners. Nein, es geht um keinen Rockstar, keinen Rowdy oder Wüstling. Beethoven selbst steckt dahinter. Die Liste seiner Sonderaktionen ist aberwitzig…

Drückt sich so sein Charakter aus? Ist es die Panik vor der inneren Enge? Vor der immer gespenstischer werdenden Stille in seinen Ohren? Und: Kann so jemand wirklich lieben? Was steckt dahinter, wenn in seinen Briefen an die „unsterbliche Geliebte“ so feurig-liebestoll aus ihm herausbricht: „Mein Engel, mein alles, mein Ich“?

Wir dringen weiter ein in diese tosende Beethoven ́sche Stille. Spüren förmlich wie er sich kübelweise Wasser über den Kopf schüttet bis auch der Nachbar unter ihm zu einer unfreiwilligen Dusche kommt. „About Beethoven“ entführt durch Briefe, Aufzeichnungen und Erinnerungen von, an und über Beethoven und seine Musik in das widersprüchliche Universum des Titanen.

Wolfram Berger, geb. 1945 in Graz. Er war nach seiner Schauspielausbildung zunächst am Grazer Schauspielhaus engagiert, es folgte eine Bilderbuchkarriere mit jeweils mehrjährigen Engagements in Basel, Zürich, Stuttgart und Bochum.  Seit 1980 arbeitet er als freischaffender Schauspieler, Regisseur, Kabarettist, Sänger, Entertainer und Produzent bei Film, Theater, Radio und TV. Er wurde für seine Tätigkeit mehrfach ausgezeichnet: Kabarettpreis „Salzburger Stier“ 1997, „Schauspieler des Jahres“ ORF 2001, „Nestroy 2004“, Preis der deutschen  Schallplattenkritik 2008 und 2010. Zahlreiche Hörbücher und CDs.

Über den österreichischen Cellisten mit dem wunderbaren Guadagnini-Cello schwärmt die New York Times ebenso wie Valery Gergiev oder die russische Komponistin Sofia Gubaidulina.

Friedrich Kleinhapl
läßt mit seiner Expressivität beim Spielen die Funken sprühen, höchst leidenschaftlich und höchst individuell. Sein Klang und sein Stil sind unverwechselbar, kompromisslos risikobereit, um Musik in jedem Moment neu entstehen zu lassen. Friedrich Kleinhapl gastiert in vielen großen Konzerthäusern von Nord- und Südamerika bis China und Japan. Von der Wigmore Hall in London, der Town Hall in New York und dem Kennedy Center in Washington, dem Gewandhaus Leipzig, dem Konzerthaus Berlin bis zum Wiener Musikverein und dem Oriental Art Centre in Shanghai. Er spielte mit zahlreichen großen Dirigenten wie Valery Gergiev oder Fabio Luisi, und  Orchestern wie dem Mariinsky Orchester, dem Simon Bolivar Youth Orchestra. Friedrich Kleinhapl engagiert sich intensiv für ungewöhnliche neue Projekte und Ideen. Gemeinsam mit seiner Frau Heidrun Maya Hagn-Kleinhapl und seinem langjährigen Duopartner Andreas Woyke gründete er beispielsweise 2015 den Verein „Get a Hearing - association of artists supporting children with hearing loss“ mit dem bisher über 20 Kinder mit kostspieligen Hörhilfen unterstützt werden konnten. Viele seiner zahlreichen CD Einspielungen wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Friedrich Kleinhapl spielt das Cello „ex von Zweygberg“ von Giovanni Battista Guadagnini, Piacenza 1743 aus der „Sammlung wertvoller Streichinstrumente“ der Oesterreichischen Nationalbank.

Das intensive Forschen, die ständige Suche nach neuen und unkonventionellen Wegen in der Musik bestimmt den künstlerischen Lebensweg des deutschen Pianisten Andreas Woyke. Seine Ausbildung ist von unterschiedlichen internationalen Einflüssen geprägt - der Argentinier Aldo Antognazzi  unterrichtete ihn in Siegen, in Köln und Wien studierte er bei den russischen Pianisten Pavel Gililov und Rudolf Kehrer. Während dieser Zeit hat er etliche internationale Preise gewonnen wie zum Beispiel den 1. Preis beim Brahms-Wettbewerb in Hamburg, den 1. Preis beim Austro-Mechana-Wettbewerb für Musik des 20. Jahrhunderts oder den 2. Preis mit Recital-Sonderpreis beim UNISA Transnet Competition in Pretoria. Andreas Woyke konzertiert auf der ganzen Welt. Einige wichtige Konzerthäuser, in denen er zu hören ist, sind: Musikverein und Konzerthaus Wien, Townhall New York, Kennedy Center Washington D.C., Sala Sao Paulo, Philharmonie im Gasteig München,  Philharmonie Köln, Tonhalle Düsseldorf, Beethovenhaus Bonn, Radiohuset Stockholm, Tschaikowsky-Konservatorium Moskau, Grosser Rundfunksaal  Bukarest, South Africa State Theatre Pretoria, Ductac Centrepoint Theatre Dubai, Oriental Arts Centre Shanghai (Location in Simon Rattle's "Trip To Asia"), sowie viele andere Häuser im gesamten europäischen Raum, Nord- und Südamerika, dem arabischen Raum und Asien. Seine Zusammenarbeit mit namhaften KünstlerInnen wie der Kammersängerin Christa Ludwig, den Schauspielern Julia Stemberger und Wolfram Berger oder dem Schriftsteller Michael Krüger haben Woykes Lebensweg ebenso stark geprägt wie seine gemeinsame Arbeit mit Dirigenten wie Joao Carlos Martins (Bachiana Filarmonica Sao Paulo), Kazushi Ono (Staatskapelle Karlsruhe und Zagreber Philharmonie), Heribert Beissel (Klassische Philharmonie Bonn), Gerard Korsten (Transvaal Symphony), Pál Molnár (Baden-Badener Philharmonie), Rolf Agop, Volker Wangenheim und vielen anderen. Andreas Woyke überschreitet Grenzen. Die Improvisation ist ein sehr bedeutender Teil seines Lebens. Auf seiner Solo-CD „Braiding Bach“ (Ars, 2008) hat er Klavierwerke von Johann Sebastian Bach mit seinen eigenen Kompositionen verflochten. In diesen sehr stark vom Jazz inspirierten Klangbildern kommt das improvisatorische Element ebenso zum Tragen wie in der barocken Auszierung der Bach'schen Sarabanden. Auch sein von der Grazer Murinsel inspiriertes, für die Kulturhauptstadt 2003  komponiertes Werk Acconci Island verbindet Konzept mit improvisatorischer Freiheit, ebenso wie seine 2003 gegründete Fusion-Jazz-Band „D’yamba“. Gemeinsam mit dem amerikanischen Maler Peter Wm. Gray bringt er regelmässig improvisierte Live-Painting-Acts auf die Bühne, wo er zu den von Gray im Augenblick entstehenden Gemälden frei improvisiert. Stilrichtungen wie Rock, Jazz-Rock, Funk, Soul, Ethno oder House steht Woyke ebenso offen gegenüber wie den klassischen Richtungen und Alter Musik. Auch in seinen Live-Konzertprogrammen ist er ständig auf der Suche nach dem  improvisierenden Moment. In Soloabenden verbindet er Klassik durch Improvisation mit Jazz und eigenen Kompositionen. Kadenzen zu klassischen Klavierkonzerten improvisiert oder komponiert er selbst. Mozarts streckenweise nur skizzenhaft komponierten Krönungskonzert hat er vom Staub der von dessen Herausgeber André editierten Fassung befreit und an nachweislich nicht-mozartschen Stellen neu bearbeitet. Kammermusik und Liedbegleitung ist fester Bestandteil von Woykes Tätigkeit. Seit 2003 arbeitet Woyke als ständiger Duopartner mit dem hochexpressiven Grazer Cellisten Friedrich Kleinhapl  zusammen, mit welchem er ebenfalls weltweit konzertiert, darunter regelmässig in Nordamerika. 2010 debutierte das Duomit fulminantem Erfolg in der New Yorker Townhall. Andreas Woyke lebt als freischaffender Pianist in Graz und unterrichtet zudem an der dortigen Kunstuniversität Klavier und Kammermusik. Andreas Woyke lebt als freischaffender Pianist in Graz und unterrichtet zudem an der dortigen Kunstuniversität Klavier und Kammermusik. Er gibt Meisterkurse auf der ganzen Welt wie in Europa, USA, Brasilien, China und Japan.

Kartenpreis:  27,-


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