Konzert mit Lesung

Andrea Eckert & Merlin Ensemble Wien

Stadttheater Gmunden

Mittwoch, 19.04.2017 / 19:30 Uhr

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"Hiob"

Andrea Eckert & Merlin Ensemble Wien

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Merlin Ensemble Wien
Martin Walch
- Violine & Leitung
Luis Zorita - Violoncello
Till Alexander Körber - Klavier

Andrea Eckert liest aus dem "Buch Hiob" und aus den "Psalmen" von Thomas Bernhard

Idee und Konzept: Merlin Ensemble Wien


Die Psalmen von Thomas Bernhard fügen sich bruchlos in den biblischen Text vom Buch Hiob ein: Ein Hadern mit Gott und ein Ringen um seine Zuwendung, das schließlich in der Hoffnung mündet. Die Musik lotet die seelischen Abgründe aus, stellt Fragen, öffnet Räume für das Unaussprechliche.

Die biblische Sprache, die Lyrik Bernhards und die Musik von Marais, Bach, Mozart, Pärt, Schnittke und Körber sind so ineinander verwoben, dass die Grenzen zu verschwinden scheinen. Mal hebt das Sprechen noch in der klingenden Musik an, mal bricht die Musik aus dem letzten Wort hervor...

Programm
Prélude von Marin Marais (arr. für Violine und Violoncello von Till Alexander Körber)
„Mikroskopische Reflexionen“ für Klaviertrio von Till Alexander Körber
Trio für Violine, Violoncello und Klavier von Alfred Schnittke
Duett e-moll BWV 802 für Klavier von Johann Sebastian Bach
Largo aus der Sonate für Violine solo C-Dur, BWV 1005 von
Johann Sebastian Bach

Sarabande aus der Suite für Violoncello solo c-moll, BWV 1011 von Johann Sebastian Bach
“Fratres” für Violine und Klavier von
Arvo Pärt
Fuge für Klavier und Violine KV 402 von Wolfgang Amadeus Mozart

Andrea Eckert studierte zunächst Literaturwissenschaften in Paris, bevor sie sich zu einer Schauspielkarriere entschied. Sie genoss eine Schauspielausbildung bei Dorothea Neff und Eva Zilcher (1978 bis 1981). Sie spielte am Burgtheater in Wien (1982 bis 1986), am Landestheater Linz, bei den Bad Hersfelder Festspielen, im Ensembletheater und im Schauspielhaus in Wien sowie in Soloprogrammen. Dokumentarfilme drehte sie u.a. über Walter Schmidinger, Eric Pleskow und Josefine Hawelka. Aus ihrem Engagement am Volkstheater in Wien sind ihre Rollen als Clara in Weiningers Nacht (1988), Judith von Friedrich Hebbel, als Maria Stuart und als Elektra zu nennen. Andrea Eckert wurde dafür 1991/1992 mit dem Karl-Skraup-Preis ausgezeichnet. 1997 erhielt sie für ihre Rolle als Maria Callas im Stück Meisterklasse die Kainz-Medaille. Im September 2011 stellte Andrea Eckert am Wiener Volkstheater ihre Schauspiellehrerin Dorothea Neff in Felix Mitterers für dieses Haus geschriebenem Stück Du bleibst bei mir dar. Es befasst sich mit Neffs Entscheidung, ihre jüdische Freundin Lilli Wolff während des Zweiten Weltkriegs vor den NS-Verfolgung bei sich in der Wohnung zu verstecken. Im Wiener Volkstheater spielt sie seit September 2012 im Stück Bon Voyage die Diseuse Greta Keller in einer One-Woman-Show. Seit Dezember 2015 ist sie Intendantin der Raimundspiele Gutenstein.

Das Merlin Ensemble Wien wurde 1991 u.a. von Mitgliedern des Chamber Orchestra of Europe zunächst als Oktett gegründet. Später wurde der Kreis der MitspielerInnen erweitert, so dass das Ensemble in variablen Besetzungen auftreten kann.  Das Kammermusikrepertoire spannt sich in unterschiedlichen Formationen und ausgefallenen Bearbeitungen von Vivaldis Vier Jahreszeiten über Mozarts Lodronische Nachtmusiken bis Schoenbergs Verklaerter Nacht. Auch für zeitgenössische Kammermusik hat sich das Merlin Ensemble Wien einen Namen gemacht, was sich ebenfalls in der Zusammenarbeit mit KomponistInnen wie Sofia Gubaidulina, Friedrich Cerha und Christian Muthspiel zeigt. Konzerte im Wiener Musikverein und im Konzerthaus Wien, im Wiener Burgtheater und im Arnold Schönberg Center, bei Veranstaltern wie dem Teatro Fenice, dem Teatro Comunale Bologna, Ferarra Musica, der Oper Leipzig, dem NDR Hannover, dem Brucknerhaus Linz, dem Berliner Ensemble, dem Paul Klee Museum Bern,dem  Gare du Nord Basel, der Philharmonie Zagreb, den österreichischen Kulturforen in New York und Washington und der Morgan Library in New York, festigen den internationalen Ruf des Ensembles. Das Merlin Ensemble Wien ist regelmäßiger Gast bei Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Luzern Festival, dem Beethovenfest Bonn, der Schubertiade Feldkirch, dem Festival Retz, dem Grafenegg Festival, dem Allegro Vivo Kammermusikfestival, dem Carinthischen Sommer, dem Musikfest Bremen, den Maifestspielen Wiesbaden, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, und den Salzkammergut Festwochen Gmunden.  Durch die Zusammenarbeit mit SchauspielerInnen wie Andrea Eckert, Karl Markovics, Ulrich Matthes, Peter Matic, Martin Schwab, Lore Brunner, Manfred Karge, Sylvie Rohrer, vor allem aber mit Hermann Beil, konnten größere musikdramatische Projekte entwickelt werden. Diese Projekte in der Inzenierung von Hermann Beil werden europaweit gezeigt: Unter anderem Schönbergs Pierrot Lunaire mit Sylvie Rohrer und Strawinskys Geschichte vom Soldaten mit Manfred Karge.

Martin Walch, geboren in Innsbruck, studierte bei Sándor Végh und Michael Schnitzler Violine und besuchte Meisterkurse bei Yehudi Menuhin und Nathan Milstein. Er ist Leiter des Merlin Ensembles Wien und Mitglied des Chamber Orchestra of Europe. Kammermusikpartner von Natalie Gutmann, Alexander Rabinowich und Julian Rachlin. Ricitals mit dem Pianisten Till A. Körber, musikdramatische Projekte mit Hermann Beil. Er gab Solo- und Kammermusikkonzerte in allen großen europäischen Konzertsälen und bei zahlreichen renommierten Festivals: Luzern Festival, Salzburger Festspiele, Beethovenfest Bonn, Klangbogen Wien, Brucknerhaus Linz, Burgtheater Wien, Osterfestspiele Innsbruck, Tonhalle Düsseldorf, Berliner Philharmonie, Schubertiade Feldkirch, Lockenhaus Festival, Ferrara Musica, Teatro Fenice Venedig, Teatro Comunale Bologna, St. Moritz Festival, Thessaloniki Festival, Carinthischer Sommer, Schauspielhaus Bochum, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Musikfest Bremen, Musikverein Wien. Martin Walch gab Konzerte im Rahmen der COE Kammermusikkonzerte in Berlin und Ferrara. Als Solist trat er u.a. mit dem Sofia Philharmonic Orchestra und dem Chamber Orchestra of Europe auf sowie im Rahmen der Uraufführung des Violinkonzertes von Till A. Körber, weiters als Solist von Beethovens Tripelkonzert unter Sir Neville Marriner. Meisterkurse u.a. an der Anton Bruckner Privatuniversitaet Linz, am Mozaerteum Salzburg, am Lysenko-Konservatorium Lemberg, Ukraine und der Musikakademie Sofia. Zahlreiche CD- und TV-Produktionen.

Luis Zorita, geboren in Leon (Spanien) studierte in Oviedo bei Alexander Fedortchenko, in Chicago bei Kim Scholes und Christopher Constanza, danach bei Rudolf Leopold in Graz - alle Abschlüsse mit Auszeichnung. Luis Zorita gewann 1. Preise bei Solowettbewerben in Spanien, den USA, Japan und Österreich. Er war Solocellist des Orquestra de Cadaqués, Gast Solocellist des Niederösterreichischen Tonkünstler-Orchesters (Christoph Stradners Stellvertreter) und des Wiener Kammerorchesters und ist Gastmusiker des Chamber Orchestra of Europe, des Super World Orchestra und des Mahler Chamber Orchestra und Cellist des Merlin-Ensembles Wien bzw. Gast Solocellist des Royal Stockholm Philharmonic Orchestra und der Camerata Salzburg. Auftritte und Einladungen zu namhaften Festivals in ganz Europa, Südamerika, Asien und den USA. Als Solist Auftritte mit zahlreichen grossen Orchestern in allen wichtigen Kulturzentren Spaniens, aber auch in Chicago, London, Ljubljana, Zagreb, Graz und Wien - u.a. mit Cellokonzerten von Haydn, Elgar, Saint-Sæns, Lalo, Rodrigo, dem Brahms-Doppelkonzert und demTripelkonzert von Beethoven mit dem Zagreb Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Sir Neville Marriner. CD-Aufnahmen mit Sonatenprogrammen und Solokonzerten. Luis Zorita gibt Meisterkurse in San Sebastian, für das Joven Orquesta de Murcia, das Joven Orquesta Nacional de Espana, das Joven Orquesta de Castellón und unterrichtet regelmäßig das Südtiroler Jugendorchester. Luis Zorita spielt ein Cello von Giovanni Baptista Roggeri aus dem Jahr 1675.

Till Alexander Körber wurde in Tübingen geboren. Ab 1986 studierte er an der Musikhochschule in Freiburg/Breisgau Klavier, Liedbegleitung und Chordirigieren; von 1990 bis 1995 war er Schüler von Hans Petermandl an der Wiener Musikhochschule. Als Pianist und Komponist hat er mehrere Preise gewonnen, so 1989 einen Interpretationspreis für zeitgenössische Musik beim Concours Européenne, 1991 den ersten Preis der Austro Mechana und zuletzt 1997 den 2. bzw. 3. Preis bei den Kompositionswettbewerben "Guido d'Arezzo" bzw. des Mozarteums Salzburg. Konzerte als Solist, auch mit Orchester, als Liedbegleiter und Kammermusiker, vor allem in enger Zusammenarbeit mit dem Geiger Martin Walch, sowie Runfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen führten ihn durch Europa, sowie nach Afrika, Asien und in die USA. Er spielte Beethovens Tripelkonzert unter Sir Neville Marriner, etliche Uraufführungen und arbeitete mit vielen Komponisten zusammen. Körber ist Mitglied im Merlin Ensemble Wien. Im Jahr 2003 erhielt er das Österreichische Staatsstipendium für Komponisten, 2008 den Landeskulturpreis für Musik Oberösterreich. Seine Werkliste reicht von Liedern über Kammermusik bis zum abendfüllenden Oratorium. Von 1994 bis 2003 unterrichtete Till Alexander Körber an der Musikuniversität Graz zeitgenössische Klaviermusik und gab oftmals masterclasses am Lysenko-Konservatorium Lemberg, Ukraine. Seit 1999 leitet er eine Klasse für Klavier und Klavierkammermusik an der Anton-Bruckner-Privatuniversität Linz.

Tickets: € 27,-



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